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Grußwort des Landrates Dr. Werner Henning zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Eichsfeld,

 

Weihnachten ist wahrhaft das bedeutendste Fest unserer Kultur und weit mehr als abgeschmackte, schillernde Folklore. Es offenbart uns - gewissermaßen in einem Ereignis - das gesamte Ideal unseres abendländischen Menschseins, welches mit der Inwertsetzung des auf das Wohl des Nächsten ausgerichteten sittsamen Lebens fortan zur Nachahmung auffordert. Dieser höchste Sinn unserer Existenz wird uns im wunderbaren Bild der Menschwerdung des nur einen Gottes im schwachen und schönen Kind gezeigt, um dessen Heil sich Mutter und Vater, Hirten und Könige, Tiere und Engel - ja das ganze beseelte All - bemühen. Das „Fürwahrhalten“ dieser „Botschaft“ hat uns über mehr als ein Jahrtausend hinweg erzogen, und das ganz unabhängig davon, ob wir „Glauben“ in einem mehr religiösen oder auch weiteren ethischen Sinne begreifen. Bleiben wir auch zukünftig tief in der uns eigenen Kultur verankert. Sie hält uns erkennbar und frei.

 

Weil unsere menschenbildliche Existenz auf Gemeinschaft hin ausgerichtet ist, dürfen wir Weihnachten auch als Prüfstein zum Hinterfragen unseres Verhältnisses zu unserer sozialen Umgebung heranziehen - mit Weihnachten als Anspruch, aber auch vorab dem Neuen gute Wünsche mit auf den Weg geben. Auf unser Miteinander im Landkreis Eichsfeld hin betrachtet, können wir dankbar dafür sein, dass vieles gut gelungen ist. Der Landkreis konnte seine Aufgaben - insbesondere im Sinne des ihm abverlangten sozialen Ausgleiches sowie der Aufrechterhaltung der dazu notwendigen Infrastruktur - gut erfüllen. Auf der behördlichen Seite weiß ich den Wert der ständig zu erarbeitenden Rechtssicherheit zwischen Ermöglichung und zuweilen wohl auch Verhinderung nicht begehbarer Wege zu schätzen, welche in vielen Fachgebieten als rechtsstaatliche Arbeitsergebnisse bereitgestellt werden und dem bürgerlichen Leben Sicherheit verleihen. Hier wünsche ich mir für die Zukunft, dass einerseits die Verwaltungsmitarbeiter nicht nachlassen, sich im Interesse der Lösung der ihnen unterbreiteten verwaltungstechnischen Anliegen nach Kräften zu bemühen - andererseits aber auch, dass sie sich des Erhalts eines hohen Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in ihr eigenes aufrichtiges Wollen, einschließlich des Respekts vor den auch hier anzutreffenden Grenzen, sicher sein dürfen. Dazu bedarf es des Erhalts einer untadeligen Gerechtigkeit gegenüber jedermann. Überhaupt scheint es mir wichtig zu sein, dass wir uns alle die Fähigkeit bewahren, aufgeschlossen und vorurteilsfrei miteinander umzugehen. Gerade von hier aus erwarte ich auch zukünftig die Wirkungen der besonderen kraftvollen und selbstbewussten Qualität unserer eichsfeldischen Prägung. Nur durch deren Erhalt bleiben wir fähig, in effizienter Weise und frei von Parteiungen, um die besten Lösungen für unsere inhaltlichen Anliegen zu ringen.

 

Und dennoch sollten wir uns, bei allem Streben im Sinne der Bewältigung unzähliger Sachfragen, den Wert unseres Seins in einer möglichst guten Harmonie mit uns selbst und unserer Umwelt nicht kleinreden. Bleiben wir deshalb positiv und anspruchsvoll den sich bietenden Lebenschancen zugewandt. Erwarten Sie mehr Erfolg aus dem Vertrauen in Ihre eigene Kraft und Ihr Zutrauen in das Gute dieser Welt als aus den versprochenen Beglückungen der verschiedensten staatlich-gesellschaftlichen Dienstleister und - lassen Sie sich nicht aufhetzen. Ein jedes Leben ist so einmalig, dass es nicht vorschnell an Institutionen abgegeben werden sollte, selbst wenn diese angestrengt und vielversprechend darum werben. Bleiben Sie in diesem Sinne sich selbst und einander im Kreise Ihrer Nächsten in Treue verbunden. Ich bin mir sehr sicher, dass - neben dem Hoffen auf den Erhalt einer von der Natur begünstigten guten Gesundheit - hierin der beste Rat für das sich aufhellende Neue in 2020 zu sehen ist. Ganz in diesem umfassenden Sinne wünsche ich einem jeden von Ihnen eine frohe, gesegnete Weihnacht und - wie man früher „auf dem Eichsfelde“ zu sagen pflegte - ein „glückseliges“ neues Jahr.

 

Herzlichst

 

Ihr

 

Dr. Werner Henning

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