Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen

Reinigung und Hygiene

Reinigung und Hygiene sind vor allem in Zeiten von Corona besonders wichtig. Eine professionelle Gebäudereinigung an unseren Schulen ist daher unverzichtbar.
Unsere Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger dämmen mit ihrer hochprofessionellen Arbeit die Ausbreitung des Virus ein und sorgen bei den Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern für ein sichereres Gefühl. Damit unterstützen wir einen geregelten Schulalltag an unseren Schulen, denn durch hygienische und sorgsame Reinigung erhöhen wir den Schutz der Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer.

Statt jeden zweiten Tag reinigen unsere Reinigungsunternehmen täglich alle Klassenräume. Unsere Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger wissen als Fachleute um die Eigenschaften der zu reinigenden bzw. zu desinfizierenden Oberflächen und stimmen die Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel entsprechend ab.

Desinfektion

3 Gründe, warum es keine Desinfektionsmittelspender gibt:

  1. Desinfektionsmittel dürfen von Kindern nur unter Aufsicht genutzt werden.
  2. Kinder sind unterschiedlich groß. Es gibt keine Einbauhöhe, die für alle Altersklassen geeignet ist. Es besteht die Gefahr, dass kleine Kinder Desinfektionsmittel in das Gesicht bekommen.
  3. Fluchtwege müssen freigehalten werden – insbesondere von Brandlasten. Desinfektionsmittelspender dürfen somit nicht in den Fluren der Schulen installiert werden.

Wichtig: Für Notfälle stehen in den Schulen Desinfektionsmittel zur Verfügung.

Händewaschen

Zu der effektivsten und einfachsten Methode, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verhindern, gehört laut des Robert Koch-Instituts häufiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife. Auch eine adäquate Handtrocknung muss gewährleistet sein. Um die Abstandsregeln auch beim Händewaschen einhalten zu
können, achten wir darauf, den Schülerinnen und Schülern alle notwendigen Utensilien an den vorgesehenen Handwaschbecken zur Verfügung zu stellen. Daher wurde die Anzahl der Seifenspender und Trocknungsmöglichkeiten an den Schulen maßgeblich erhöht.

Lüften & CO2-Ampel

Mit den kühleren Tagen im Herbst verlagert sich das Leben wieder mehr in die Innenräume. Dadurch steigt natürlich auch die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in unseren Klassenräumen. Denn Coronaviren verbreiten sich über sogenannte Aerosole in der Luft schlecht belüfteter Räume besonders gut. Regelmäßiges und häufiges Stoßlüften ist daher in der kühleren Jahreszeit der beste und effektivste Weg, um die Aerosole zu minimieren und das Infektionsrisiko zu senken. Für einen schnellen Luftaustausch mit möglichst geringem Wärmeverlust ist eine kurze Querlüftung mit Durchzug optimal.
Daher haben wir eine Bestandsaufnahme aller Klassenräume im Hinblick auf eine ausreichende Fensterlüftung durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen haben wir die Räume in Kategorien eingeteilt, sodass erkennbar ist, in welchen Klassenräumen Handlungsbedarf besteht.

Um zusätzlich die Qualität der Raumluft besser im Blick zu haben, wird außerdem der Einsatz von CO2-Ampeln empfohlen. CO2-Ampeln sind Messgeräte zur Bestimmung der Konzentration von CO2 in der Innenraumluft. Sie zeigen über die Indikatorfarben GRÜN-GELB-ROT die CO2-Belastung der Raumluft an.
Gilt die Raumluftqualität als gut, leuchten sie „grün“. Wird diese Konzentration überschritten, schaltet die Ampel auf „gelb“ und bei einer schlechten Raumluftqualität auf „rot“. Es ist sinnvoll, CO2-Ampeln zu installieren, um mithilfe der Ampel das Lüftungsverhalten zu unterstützen. Wir stellen für alle Schulen ausreichend CO2-Messgeräte zur Verfügung.

Luftreinigungsgeräte

Mobile Luftreinigungsgeräte, egal welcher Technologie, können die Konzentration an Viren in der Luft zwar reduzieren, aber nicht beseitigen, sobald sich eine infektiöse Person in dem Raum aufhält. Da mobile Luftreinigungsgeräte kein Kohlendioxid (CO2) und keine Luftfeuchte aus der Raumluft entfernen, können sie Lüftungsmaßnahmen nicht komplett ersetzen. Ein Luftreinigungsgerät ist daher nur ergänzend, nicht jedoch als Ersatz zum Lüften gedacht.
Zudem muss beachtet werden, welche Luftreinigungsgeräte für eine effektive Luftfilterung in Klassenräumen überhaupt geeignet sind. Für einen wirksamen und effektiven Luftwechsel (Luftreinigung) müssen die Geräte Luftmengen >850 m³/h bis 1200 m³/h über mindestens HEPA-13-Filter filtern können. Um das zu erreichen, müssen die Geräte während des ganzen Unterrichtszeitraums in der richtigen Leistungsstufe betrieben werden. Die Geräuschentwicklung ist ein wichtiges Kriterium. Der Unterricht darf durch die Luftreiniger nicht gestört werden. Deshalb sind mehrere Schalldämpfer in den Geräten verbaut. Die Luftreiniger müssen dementsprechend groß sein.
Aktuell werden in Abstimmung mit den Schulleiterinnen und Schulleitern Luftreinigungsgeräte in Klassenräumen aufgestellt, die nicht über Fenster ausreichend gelüftet werden können.

Zukünftige Lüftungsanlagen/Baumaßnahmen

Derzeit werden alle Fenster gewartet und im Bedarfsfall instandgesetzt, sodass eine Fensterlüftung der Klassenräume gewährleistet ist. Bei künftigen Baumaßnahmen wird das Thema Raumluftqualität und der Einsatz von Lüftungsanlagen noch stärker in den Fokus rücken.

FAQ - Faktencheck

Wieso sind die Luftfilter so riesig, wenn es auch kleinere Geräte zu kaufen gibt?

Die Klassenräume im Landkreis Eichsfeld haben eine durchschnittliche Größe von 55 – 60 m² und sind ca. 3 m hoch. Um die Virenlast zu minimieren, wird ein 5-6facher Luftwechsel der gesamten Raumluft pro Stunde empfohlen. Deshalb müssen geeignete Luftfilter mind. 900 m³/h Luft reinigen. Durch den Einbau von Schalldämpfern ist ein geräuscharmer Betrieb möglich. Kleine Geräte können nur einen Teil der erforderlichen Luftmengen filtern. Durch ihre Bauart kommen diese Geräte an ihre Leistungsgrenze, wodurch sich die Geräuschentwicklung verstärkt. Der Einbau von Schalldämpfern ist in kleinen Geräten kaum möglich.

Wenn die Raumluft in den Klassenzimmern gefiltert wird, bedeutet das, dass die Kinder keine Masken tragen müssen?

Mobile Luftreinigungsgeräte werden als Ergänzung zum Lüften eingesetzt. Aktuell gilt: Wer sich im Schulgebäude aufhält, muss eine medizinische Maske tragen.

Ich habe gelesen, dass es günstigere Luftreinigungsgeräte gibt. Warum stellt man nicht einfach diese in den Klassenräumen auf?

Ein Luftreiniger, der alle Anforderungen für den Einsatz in Schulen erfüllt, kostet ca. 3.000 Euro.

Beeinträchtigen die Luftfilter durch ihre Lautstärke und Größe den Lernalltag in den Klassenräumen?

Die Geräuschentwicklung der beschafften Geräte ist wahrnehmbar, aber nicht störend. Die Größe der Geräte wird durch die verbauten Schalldämpfer bedingt. Allerdings schränkt die Größe die Aufstellmöglichkeiten ein. Die Schalldämpfer sind notwendig, um die Geräusche des Motors in der erforderlichen Leistungsstufe zu minimieren.

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