Eichsfeld Pavillon als Ort des Dialogs und der Zusammenarbeit
Der Eichsfeld-Pavillon auf dem Gelände der Landesgartenschau 2026 entwickelte sich in den vergangenen Tagen gleich mehrfach zu einem wichtigen Treffpunkt für Austausch, Vernetzung und Zukunftsthemen des Landkreises Eichsfeld. Marion Frant nahm dabei an mehreren Veranstaltungsformaten teil und setzte gemeinsam mit zahlreichen Akteuren Impulse für eine enge Zusammenarbeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.
Am 12. Mai 2026 fand im Eichsfeld-Pavillon ein Medientreff mit Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Presse statt. Im Mittelpunkt standen der gemeinsame Austausch sowie ein offener Erfahrungsabgleich zu aktuellen Themen im Landkreis Eichsfeld. Diskutiert wurden insbesondere Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Pressearbeit, Abstimmungsprozesse im Informations- und Kommunikationsfluss sowie künftige redaktionelle Schwerpunkte. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Gelegenheit, die neue Pressesprecherin des Landkreises Eichsfeld, Sarah Jakob, offiziell vorzustellen, die seit einem halben Jahr die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung unterstützt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete am 19. Mai 2026 der Workshop 2.0 „Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“. Dieser knüpfte dabei unmittelbar an das erstmalige Zusammenkommen im November 2025 der Vertreterinen und Vertreter aus Seniorenarbeit, Wohnungswirtschaft, Verwaltung und sozialen Einrichtungen an und führte den begonnenen Dialog rund um altersgerechtes und selbstbestimmtes Wohnen konsequent fort.
In ihrem Grußwort betonte Landrätin Marion Frant: „Die Frage, wie Menschen im Alter wohnen, leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gehört zu den großen Zukunftsaufgaben unseres Landkreises.“ Dabei hob sie hervor, dass selbstbestimmtes Wohnen im Alter moderne Lösungen und gleichzeitig den Erhalt von Heimat, Gemeinschaft und Vertrautheit miteinander verbinden müsse. Mit Blick auf den demografischen Wandel verwies sie auf die Notwendigkeit verlässlicher Netzwerke, innovativer Ideen und moderner Unterstützungsangebote.
Die Herausforderungen im ländlichen Raum nehmen dabei deutlich zu. Der demografische Wandel sowie die Wohnsituationen älterer Menschen im Landkreis Eichsfeld gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sich unsere Bevölkerungsstruktur verändert. Im Landkreis Eichsfeld lebten zum Datenstichtag 31.12.2025 51.077 Menschen (ca. 49,6 Prozent der Gesamtbevölkerung), die älter als 50 Jahre alt waren. Die Menschen werden älter, gleichzeitig verändern sich ihre Bedürfnisse und Anforderungen an Wohnraum, Infrastruktur, Barrierefreiheit und pflegerische Versorgung. Frau Schuppe aus dem Sozialamt des Landkreises Eichsfeld gab hierzu einen Überblick über die demografische Entwicklung und die Wohnsituationen älterer Menschen im Eichsfeld.
Vorgestellt wurde unter anderem das über das Landesprogramm für Solidarisches Zusammenleben der Generationen geförderte Projekt „Wohnen im Alter – ein digitales Portal für das Eichsfeld“. Ziel des Projektes ist der Aufbau einer zentralen, barrierefreien und kostenfreien Plattform, die Informationen zu altersgerechtem Wohnen, Beratungsangeboten und Unterstützungsstrukturen bündelt. Dazu zog Herr Klingebiel ein erstes und berichtete über bisherige Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projektverlauf.
Besonderes Interesse galt dem Fachvortrag von Herrn Dr. Simon von der KOWO HIG, der gemeinsam mit Benjamin Heyse von der VisalityConsulting GmbH Impulse zum Thema „Selbstbestimmt Zuhause – Intelligente Wohnlösungen mit KI, Sensorik und zentralem Care Center“ gab. Dabei wurde deutlich, welche Chancen moderne Technologien künftig für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben im Alter bieten können. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass technologische Unterstützung die menschliche Nähe ergänzen, jedoch niemals ersetzen könne.
Am 20. Mai 2026 schloss sich die Konferenz der Landkreise Göttingen und Eichsfeld an, bei der Vertreterinnen und Vertreter der beiden Nachbarregionen zu einem umfassenden Erfahrungsaustausch zusammenkamen. Themen der Beratungen waren unter anderem Schulbesuche in Duderstadt und Worbis, Fragen der Schülerbeförderung, die interkommunale Zusammenarbeit im Kulturbereich, aktuelle Haushaltsproblematiken, die Wanderung des Dammwildes, das Grüne Band, Bevölkerungsschutz, Digitalisierung sowie gemeinsame touristische Entwicklungen.
An der Konferenz nahmen neben Landrätin Marion Frant unter anderem Leitungskräfte der Kreisverwaltung aus dem Eichsfeld sowie die Erste Kreisrätin Doreen Fragel, Kreisrat Conrad Finger und Kreisrätin Marlies Dornieden teil. Im Mittelpunkt der Gespräche stand insbesondere die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg.
Mit den verschiedenen Veranstaltungsformaten zeigte sich der Eichsfeld Pavillon als lebendiger Ort des Austausches, an dem aktuelle Herausforderungen gemeinsam diskutiert und Zukunftsperspektiven für die Region entwickelt werden.