Neujahrsempfang setzt Impulse für 2026
Heute handeln, morgen prägen, Zukunft gestalten
Mit klarem Blick auf die Herausforderungen und Chancen des neuen Jahres lud Landrätin Dr. Marion Frant am Montag, 2. Februar 2026, zum traditionellen Neujahrsempfang des Landkreises Eichsfeld ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Ehrenamt, Kirchen, Institutionen und Behörden folgten der Einladung und nutzten den Empfang zum Austausch über die Herausforderungen und Perspektiven des neuen Jahres.
Nach der Begrüßung durch die Landrätin gaben Vertreter der Kirchen einen Impuls zum Tag. In deren Worten klang Hoffnung an, die „weiter sieht als bis zur nächsten Sitzung oder dem nächsten Haushalt“, verbunden mit der biblischen Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“.
Rück- und Ausblick: Lagebericht der Landrätin
In ihrem Lagebericht zog Dr. Frant eine Bilanz des vergangenen Jahres und richtete zugleich den Blick auf die Herausforderungen in 2026. Sie verwies auf die angespannte finanzielle Situation der Kommunen: Bei einem Haushaltsvolumen von rund 232 Millionen Euro fließt etwa die Hälfte der Mittel in die soziale Sicherung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen investiert der Landkreis im Jahr 2026 rund 18,1 Millionen Euro, unter anderem in Schulen, Rettungsdienst und Straßeninfrastruktur.
Zentrale Schwerpunkte für 2026 sind die Überarbeitung eigener Konzepte – darunter der Jugendförderplan, die Schulsozialarbeit sowie der Fachplan Soziales als Grundlage für das Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben“ (LSZ). Gleichzeitig verdeutlichte die Landrätin, dass angesichts sinkender Mittel von Land und Bund die Abwägung zwischen Pflicht- und freiwilligen Aufgaben an Bedeutung gewinnt.
Schulnetz, Klinik und Regionalentwicklung
Ein wichtiges Thema stellte die Schulnetzplanung dar. An der landkreisweiten Umfrage beteiligten sich über 5.000 Bürgerinnen und Bürger. Besonders die personelle Ausstattung der Schulen stand dabei im Fokus. Vor dem Hintergrund rückläufiger Geburtenzahlen – um rund ein Drittel – wird ein externes Gutachten die weitere Planung begleiten.
Als strategisches Schlüsselprojekt bezeichnete Dr. Frant erneut den Neubau des Eichsfeldklinikums. Die ausstehende Baugenehmigung sowie die Klärung der Gesamtfinanzierung seien entscheidend für den weiteren Projektverlauf. Gespräche dazu laufen, Fördermittelbescheide werden erwartet.
Mit dem Grundsatzbeschluss zur Regionalentwicklung will sich der Landkreis künftig stärker in der Initiative Perspektive Nordthüringen einbringen. Ein Strategie-Workshop am 12. März 2026 bei den Eichsfeldwerken bildet den Auftakt zur Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungskonzepts.
Förderprogramme, Wirtschaft und Landesgartenschau
Über die neue LEADER-Förderperiode informierte Herr Steinicke. Anträge können ab dem 12. Februar 2026 gestellt werden.
Der von der IHK und Herr Böduel vorgestellte Zukunftsatlas Nordthüringen attestiert dem Eichsfeld mit Platz 290 eine stabile Position. Besonders hervorgehoben wurde die zuverlässige ÖPNV-Versorgung im Landkreis – auch bei schwierigen Witterungsbedingungen.
Einen Ausblick auf die Landesgartenschau 2026 gab Geschäftsführer Herr Nolte. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, erste Pflanzungen sind vorgekeimt. Gleichzeitig rief er zur Unterstützung durch Ehrenamtliche auf.
Katastrophenschutz, Ehrenamt und Bürgerdialog
Zum Abschluss der Vorträge stellte Amtsleiter Herr Werkmeister die Maßnahmen im Katastrophenschutz vor. Der Landkreis setzt verstärkt auf Vorsorge, Schulungen und Übungen; eine Informationsbroschüre für die Bevölkerung wird bereitgestellt.
Weitere Themen des Empfangs waren das Radwegekonzept, das auf breite Beteiligung stößt, das Projekt „Selbstbestimmtes Wohnen im Eichsfeld“ sowie der Aufbau einer Eichsfelder Engagement-Agentur, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 ihre Arbeit aufnehmen soll.
Leitbild des Landkreises: Kommunikation als Schlüssel
Landrätin Dr. Frant ging zudem auf das neue Leitbild des Landkreises Eichsfeld ein, das im Februar 2026 veröffentlicht werden solle. Unter dem Motto „Heute handeln. Morgen prägen. Zukunft beginnt im Heute.“ bekennt sich der Landkreis zu einem professionellen, bürgernahen und innovativen Verwaltungshandeln. Aktiv im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern zu bleiben, den Austausch mit Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu stärken, beschreibt dabei das zentrale Element: Kommunikation und Dialog.
Austausch und Vernetzung
Rund 60 Gäste nahmen am Neujahrsempfang teil und nutzten den offenen Austausch, um Themen zu vertiefen und Fragen an die Landrätin zu richten. „Der Neujahrsempfang zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig jener Dialog, die Vernetzung und gemeinsames Handeln sind“, betonte Dr. Frant. „Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern und die Zukunft unseres Landkreises aktiv gestalten.“