Inklusion gemeinsam erleben: Drittes Inklusionsfestival in Niederorschel begeistert die Besucher

Die Lindenhalle Niederorschel war bis auf den letzten Platz gefüllt: Das Inklusionsfestival brachte Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und bot einen abwechslungsreichen Nachmittag mit Musik, Tanz, Begegnung und zahlreichen Mitmachangeboten.

Durch das vielfältige Programm führte ein engagiertes Moderationsteam des St. Johannesstifts Ershausen. Eröffnet wurde das Festival durch Landrätin Marion Frant. Im Anschluss begrüßten Bürgermeister Mario Jaritz und die Behindertenbeauftragte Janett Pfaff die vielen Gäste.

Drei Inklusionspreise verliehen

Ein besonderer Höhepunkt gleich zu Beginn des Festivals war die Verleihung von drei Inklusionspreisen. Ausgezeichnet wurden der Karateverein Ken Budo Heiligenstadt, Holger Tattermusch, Vorsitzender des Gehörlosenvereins Hucke Pack Dingelstädt, sowie der Schwimmverein Heiligenstadt 21 e. V.

Mit den Auszeichnungen wurde das herausragende Engagement der Preisträger für Teilhabe, Begegnung und ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Landkreis Eichsfeld gewürdigt. Allen Preisträgern gilt ein herzlicher Glückwunsch und ein großes Dankeschön für ihren Einsatz und ihr Engagement für eine inklusive Gesellschaft.

120 Kinder und Jugendliche gemeinsam auf der Bühne

Anschließend gehörte die Bühne dem Gemeinschaftschor der Grundschule und Regelschule Europaschule Niederorschel und der Tabaluga Schule Worbis. Rund 120 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte standen gemeinsam auf der Bühne und zeigten eindrucksvoll, wie Musik, Tanz und gemeinsames Erleben Menschen verbinden können.

Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation des Eichsfeld-Liedes mit Gesang und Gebärden. Der Gemeinschaftschor war eigens für das Inklusionsfestival als gemeinsames Projekt entstanden und wurde durch „Demokratie leben!“ unterstützt.

Im Vorfeld hatten sich die Kinder und Jugendlichen intensiv mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt, gemeinsam Gebärden eingeübt und sich musikalisch sowie tänzerisch auf ihren Auftritt vorbereitet. Der gemeinsame Auftritt wurde zu einem der emotionalen Höhepunkte des Festivals.

Auch der Landesbehindertenbeauftragte Dennis Petschner war zum großen Auftritt nach Niederorschel gekommen. In seinem Grußwort würdigte er das Festival als gelungenes Beispiel für gelebte Inklusion und als Zeichen dafür, wie gemeinsames Engagement über die Grenzen des Landkreises hinaus Wirkung entfalten kann.

Musik, Tanz und Gemeinschaft

Für musikalische Unterhaltung sorgte anschließend das Orchester des letztjährigen Preisträgers „Inklusion ohne Grenzen“. Mit seinem Auftritt machte es auf eindrucksvolle Weise deutlich: Musik verbindet, schafft Freude und bringt Menschen zusammen. Auch die Line-Dance-Gruppe Riethstieg Cowboys begeisterte das Publikum mit ihrer Leidenschaft für den Tanz. Für einen weiteren musikalischen Abschluss des Bühnenprogramms sorgten die Bands „Kleine Socken“ und „Faule Socken“ unter der Leitung von Mathi. Der Niederorscheler Karnevalverein (NCV) bereicherte das Programm mit einem Tanzauftritt der Gruppe Unlimited.

Auch die Kinder des Kindergartens St. Marien Niederorschel hatten sich intensiv auf den besonderen Tag vorbereitet. Im Rahmen einer Projektwoche wurde gemalt und gebastelt. Die dabei entstandenen Werke wurden im Rahmen des Festivals ausgestellt und fanden bei den Besucherinnen und Besuchern großen Anklang.

Informieren, ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen

Neben dem Bühnenprogramm erwartete die Gäste ein vielfältiges Angebot zum Mitmachen, Informieren und Austauschen. Verschiedene Einrichtungen und Akteure des Trägernetzwerkes für Menschen mit Behinderung stellten ihre Angebote vor. Besucherinnen und Besucher konnten sich informieren, Hilfsmittel ausprobieren, verschiedene Parcours absolvieren sowie gemeinsam basteln, malen und spielen. Dabei entstanden zahlreiche informative Gespräche und viele Gelegenheiten für persönliche Begegnungen.

Ein Fest für gelebte Inklusion

Das Inklusionsfestival in Niederorschel hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und selbstverständlich gelebte Inklusion sein kann. Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Fähigkeiten kamen zusammen, gestalteten gemeinsam das Programm und erlebten einen Tag voller Musik, Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.

Der Landkreis Eichsfeld bedankt sich herzlich beim Trägernetzwerk für Menschen mit Behinderung, allen Mitwirkenden, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie bei den zahlreichen Gästen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben. Ihr Engagement hat das Inklusionsfestival zu einem lebendigen Zeichen für Teilhabe und ein gutes Miteinander im Landkreis Eichsfeld gemacht.

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