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Wappenbeschreibung (genauer Wortlaut der amtlichen Beschreibung):
Im
Wappen des Landkreises Eichsfeld erkennen wir den roten, goldbewehrten
Adler auf silbernem Grund, auf der Brust das sechsspeichige Rad.
Das sechsspeichige silberne Rad auf
rotem Grund erinnert an die Jahrhunderte lange politische und
kirchliche Zugehörigkeit zum Erzstift Mainz. Der rote Adler sagt
uns, dass das Eichsfeld 1801/03 preußisch wurde und dass sein Wappen
von 1817 bis 1873 im preußischen Wappen vertreten war.
Als die beiden Kreise Heiligenstadt
und Worbis nach ihrer Bildung im Jahre 1816 zum ersten Mal in ihrer
Geschichte im Jahre 1945 vereinigt wurden, entschied man sich für
das Wappen des Fürstentums Eichsfeld aus dem Jahre 1817. Dieses
Wappen wurde bis 1952 beibehalten. In den Folgejahren hatten
Territorialwappen keine Bedeutung mehr.
Es ist logisch und historisch
nachvollziehbar, wenn an das alte Eichsfeldwappen von 1817 und 1945
angeknüpft würde.
Wappenbegründung (Historische
Begründung des Wappens):
Ursprünglich war das Eichsfeld ein
Gau, der im Jahre 897 zum ersten Mal urkundlich genannt wird und
zwischen Heiligenstadt und Mühlhausen lag.
Der Name Eichsfeld ist später auf das
ganze Gebiet übergegangen, das die Mainzer Erzbischöfe vom 6. bis
16. Jahrhundert allmählich durch Schenkung, Kauf, Vertrag oder
Eroberung erworben haben.
Nach dem Lunéviller Frieden (1801) und
nach dem Reichsdeputationshauptschluß (1803) fiel das kurmainzische
Fürstentum Eichsfeld an Preußen und seit dem 9. Januar 1817 war es
im großen preußischen Wappen durch einen roten goldbewehrten Adler
im silbernen Felde vertreten. Auf der Brust trägt er - mit Rücksicht
auf die lange Zugehörigkeit zu Mainz - das Mainzer Rad, das Heiligenstadt schon seit dem 13. Jahrhundert im Siegel führt.
Bei der Neufestlegung des Kgl. Titels
und Wappens vom 16. August 1873 blieb das Fürstentum Eichsfeld
unberücksichtigt (Thür. Sächs. Zs. f. Gesch. u. Kunst, Halle 1911.
I. Bd., S. 21).
Das Wappen des Fürstentums Eichsfeld
war von da an nicht mehr im preußischen Wappenbuch vertreten.
Offiziell hatten die Kreise Heiligenstadt und Worbis kein Wappen
mehr. Gesiegelt wurde mit dem preußischen Adler mit Krone und
Zepter.
Im Laufe der Zeit ist das Wappen des
Fürstentums Eichsfeld (roter Adler mit silbernem Mainzer Rad) mehr
und mehr in Vergessenheit geraten. Es ist dies erklärlich, denn seit
1816 ist das Eichsfeld keine politische Einheit mehr, sondern nur
noch ein geographischer Begriff. Es teilt sich in das hannöversche
Untereichsfeld und das zur Provinz Sachsen gehörige Obereichsfeld.
Aber trotzdem ist das
Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner noch immer stark ausgeprägt
mit Rücksicht auf die 800-jährige gemeinsame Geschichte. |